Der Kaugummi-Betrüger


Der Kaugummi-Betrüger
Der Kaugummi-Betrüger Betrügereien und Betrugsversuche gibt es in Casinos immer wieder. Die einen kooperieren mit dem Dealer und machen noch einen Einsatz, obwohl schon nichts mehr geht, die anderen versuchen es auf die pragmatischere Tour: Mit Kaugummi. Ein Mann in Neuseeland jedenfalls war sehr kreativ mit seinem Kaugummi-Betrug in einem Casino in Auckland. Ungestraft davon gekommen ist er trotzdem nicht. Vielleicht hatte er sich von MacGyver inspirieren lassen, dem Serienhelden der 80er Jahre, der sich mit Alltagsgegenständen jeglicher Art stets zu helfen wusste. Vielleicht wollte er aber auch nur seinen alten Kaugummi los werden. Wie dem auch sei, Paramasiven Moodley kam irgendwann auf die Idee, seine angelullten Kaugummis in die Ausgabeschlitze von Spielautomaten zu kleben und diese damit zu verschließen. Einige Zeit später ging er dann zurück, pulte den Kaugummi wieder heraus und räumte die aufgestauten Gewinne von anderen Spielern ab. Keine schlechte Idee, die der 51-Jährige im Juli 2013 da hatte: Er ging schnurstracks zu den Spielautomaten im SkyCity Casino in Auckland und klebte diese „kaugummiartige Substanz“ auf die Ausgabeschlitze. So konnten die Gewinne der Spieler nicht in die Ausgabeschale fallen. Dann verkrümelte sich Moodley und wartete bis der nächste Spieler die Maschine verlassen hat, um dann dessen Gewinne aus dem verklebten Ausgabeschlitz zu holen. An mindestens drei Maschinen wiederholte der kreative Kaugummi-Betrüger Moodley seine Masche – und das war vielleicht sein Fehler, denn das Sicherheitspersonal kam ihm mit Hilfe der Überwachungskameras im Casino auf die Schliche. Seines Betrugs überführt, bekannte sich Moodley schuldig, da er bewusst die Automaten manipulierte, um einen Vorteil zu erlangen. Wie viel Geld er tatsächlich bei seinem Betrug sammeln konnte, ist unklar. Moodley wurde jedenfalls zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Dollar verurteilt und muss die Gerichtskosten in Höhe von 130 Dollar tragen. Casino-Mafia in Deutschland geschnappt Auch hierzulande kommt es immer wieder zu Betrugsfällen in Spielbanken und Casinos. Vor zwei Jahren gelang der Polizei ein Schlag gegen den Chef einer Casino-Betrügerbande auf einem Rastplatz in Baden-Württemberg. Der damals 47-jährige Mann war der Kopf einer bis zu 26-köpfigen Gruppe, die im großen Stil deutsche und internationale Spielbanken ausgeraubt hatte. Seit 2005 ermittelte die Polizei gegen die Gruppe. Die Betrugsmasche der Gruppe war einfach, aber effektiv: An den Roulette-Tischen lenkten die Männer den Croupier dermaßen ab, dass sie noch hohe Beträge auf die gerade fallende Kugel setzen konnten – ein Gewinn war ihnen damit sicher. Unter erfahrenen Roulette-Spielern nennt man diese Form des Betrugs „Poussette-Betrug“. Bei einzelnen Coups ergaunerten die Betrüger bis zu 10.500 Euro.

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